Schlafsack Waschen

Schlafsack waschen – Reinigungstipps

Ein Schlafsack ist oftmals extremen Bedingungen ausgesetzt. So muss er zum Beispiel den unterschiedlichen Temperaturen und Wetterverhältnissen trotzen können. Hinzu kommt, dass ein Schlafsack auch beim Transport unsanftere Behandlungen verkraften muss. Dies alles sind Faktoren, welche sich auf die Langlebigkeit des Schlafsackes auswirken. Somit ist die Qualität kein alleiniger Garant für eine lange Lebensdauer des Schlafsackes. Der Nutzer kann jedoch mit der richtigen Aufbewahrung, einer schonenden Pflege und einem achtsamem Transport einem raschen Verschleiß entgegen wirken. Worauf man hierbei genau achten muss, und wie man die unterschiedlichen Schlafsäcke richtig pflegt, erfahren Sie im nachfolgenden Text.

Die optimale Aufbewahrung des Schlafsackes

Auch wenn der Packsack speziell für die Aufbewahrung des Schlafsackes entwickelt ist, eignet sich dieser nur wenig für die dauerhafte Aufbewahrung. Dieser sollte lediglich unterwegs verwendet werden. Ansonsten kann man den Schlafsack in einem größeren Stoffbeutel aufbewahren. Der Grund hierfür ist recht plausibel. Im Packsack wird das Füllmaterial zusammengedrückt und komprimiert. Dies kann das Füllmaterial beinträchtigen, wodurch dieses immer „platter“ wird. In einer großen Stofftasche kann sich das Füllmaterial jedoch ausbreiten und bleibt locker. Des Weiteren sollte der Schlafsack nicht im gefalteten Zustand im Packsack verstaut werden. Hier ist es ratsamer das Modell in den Beutel zu stopfen. Dies schont sowohl Daunen als auch Kunstfasern. Hinzu kommt, dass diese Packweise wesentlich leichter durchzuführen ist, als wenn man den Schlafsack mühsam zusammenfaltet. Schlafsäcke, welche speziell beschichtetes Außenmaterial haben, können vorher von Innen nach Außen gedreht werden. Dadurch lässt sich der Schlafsack leichter in den Packsack bringen.

Nicht zu oft waschen

Auch wenn der jeweilige Schlafsack waschbar ist, sollte man versuchen eine intensive Reinigung zu verhindern. Häufiges Waschen wirkt sich negativ auf die Isolierleistung und das Volumen des Füllmaterials aus. Daher empfiehlt es sich Schlafsäcke, die unangenehm riechen, zuerst einmal über mehrere Tage zu lüften. Ist der Geruch immer noch vorhanden kann man hier mit einer groben Handwäsche dagegen angehen. Bei verschmutzten Stellen sollte man vorerst versuchen lediglich den Fleck zu entfernen. Wenn dies erfolglos ist kann zu einer intensiven Komplettreinigung übergegangen werden. Zur Schlafsackreinigung sollte ausschließlich spezielles Waschmittel verwenden. Hierbei ist es wichtig genau nach der jeweiligen Produktbeschreibung vorzugehen.

  • Wer den Schlafsack in der Waschmaschine säubern möchte, muss bedenken dass der dieser sehr viel Platz einnimmt. Auf Grund des massigen Volumens kann man nur einen Schlafsack pro Waschgang in die Maschine geben. Gewaschen wird das Ganze im Fein- oder Wollwaschprogramm. Auch hier ist ein spezielles Waschmittel unerlässlich. Auf Weichspüler sollte hierbei komplett verzichtet werden. Nach dem Waschgang sollte der Schlafsack noch zwei bis drei Mal gespült werden. Von intensivem Schleudern ist abzuraten, denn hierdurch kann das Füllmaterial beschädigt werden.
  • Die Handwäsche führt man am besten in der Badewanne durch. Hierbei füllt man die Badewanne mit lauwarmem Wasser und gibt das Spezialwaschmittel hinzu. Danach legt man den Schlafsack hinein. Nun muss die Luft aus dem Schlafsack herausgedrückt werden. Daraufhin lässt man den Schlafsack ca. 1 Stunde in der Lauge einweichen. Als nächstes muss der Schlafsack sehr gründlich ausgespült werden, wobei auch die Waschlauge aus dem Schlafsack ausgedrückt wird. Wichtig ist hierbei, dass man den Schlafsack nicht wringt sondern die Lauge herausdrückt. Waschmittelreste entfernt man am besten mit einem feuchten Schwamm.

Schonendes Trocknen

Da das Füllmaterial im nassen Zustand sehr schwer ist, sollte dieses immer in einem Wäschekorb transportiert werden. Befolgt man dies nicht kann es passieren, dass das Füllmaterial nach unten rutscht und das Material reißt. Einen Daunenschlafsack für den Winter trocknet man im Idealfall in einem Trockner. Jedoch muss man hier Temperaturen über 40 °C vermeiden. Damit sich das Füllmaterial auch wieder gut aufbauschen kann, empfiehlt sich die Zugabe von 4 Tennisbällen. Diese schlagen das Material in der Trommel auf. Bei Kunstfaserfüllungen hingegen lässt man den Schlafsack besser an der frischen Luft trocknen. Hierfür breitet man den Schlafsack komplett aus und lässt ihn liegend trocknen. Hohe Temperaturen und Sonneneinstrahlungen sollten jedoch vermieden werden. Diese können den Materialien schaden und die Stoffe zum ausbleichen bringen.